Praxis für Naturheilkunde Hennebach-Werner

Sylvia Hennebach-Werner

Nahrungsergänzung

Immer mehr wissenschaftliche Studien höchster Qualitätsstufe (randomisiert, doppelblind etc.) belegen, dass

  1. die Versorgung der Bevölkerung mit Nähr- und Vitalstoffen aus Obst und Gemüse drastisch abnimmt.
  2. immer mehr sog. Zivilisationskrankheiten wir Diabetes, Krebs, Bluthochdruck u. v. m. auf das langfristige Fehlen von Nähr- und Vitalstoffen zurückzuführen sind.
  3. die Zufuhr von isolierten einzelnen Vitaminen und Mineralstoffen keinen oder teilweise sogar schädigende Wirkungen hat.

Schon in der Welt am Sonntag vom 24.8.97 Seite 26 konnte man lesen, dass Vitamine und Mineralstoffe in Obst und Gemüse zwischen 1985 und 1996 um bis zu 92 Prozent zurückgegangen sind.

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Kennen Sie folgende Ansprüche an Lebensmittel?

Darauf hat die Lebensmittelindustrie reagiert. Die Folge waren chemische Zusätze, giftige Insektenschutzmittel, „holländische Tomaten“, mehrfacher Anbau auf gleichem nährstoffarmen Boden u.v.m.

Unser Gemüse und Obst litt in den letzten 10 Jahren derart darunter, dass es im Schnitt 60 bis 90% an Nährstoffen verlor und mit u. a. krebserregenden Chemikalien belastet ist (z. B. wurden bei den meisten Importen aus Spanien krebserregende Pestizide gefunden).

Selbst biologischer Anbau kann den Nährstoffgehalt nicht garantieren.

Demgegenüber nimmt die Belastung der Körperzellen durch oxidativen Stress (freie Radikale) durch Rauchen, Umweltverschmutzung etc. immer mehr zu.

Eine kleine Auswahl von Studien:

Epic-Studie
(European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition) Am 27. Februar 2004 von der deutschen Krebsgesellschaft digital veröffentlicht.
Bis zu 35 Prozent aller Krebsfälle sind auf falsche Ernährung zurückzuführen. Wer durchschnittlich 456 Gramm Obst und Gemüse am Tag isst, verringert das Magenkrebs-Risiko um 45 Prozent im Vergleich zu jenen, die durchschnittlich nur 287 Gramm zu sich nehmen. Ähnlich stark reduziert ein Pfund Obst am Tag das Risiko für Bronchial-Krebs.
Ballaststoffe:
Wer durchschnittlich 34 Gramm täglich zu sich nimmt, hat ein um 40 Prozent geringeres Risiko für kolorektale Karzinome als Menschen, die nur zwölf Gramm essen. Der Schutzeffekt ist im linken Kolon am größten und im Bereich des Rektums am geringsten. 100 Gramm Obst enthalten drei Gramm Ballaststoffe, Vollkornbrot doppelt so viel.
Krebs und Lebensgewohnheiten
(veröffentlicht unter IARC Sci. Publ. Nr. 156, 151-154 (2002)
Verglichen mit Nichtrauchern haben Raucher von mehr als 1 Schachtel Zigaretten pro Tag ein 8-fach höheres Krebsrisiko. Das tägliche Trinken einer Alkoholmenge von mehr als 60 Gramm Äthanol (entspr. 0,75 l Wein) erhöht das Krebsrisiko um das 9-fache. Wer aber entspr. Mengen raucht und trinkt hat ein 50-faches Krebsrisiko.
JAMA Studie 1999
an ca. 75.000 Krankenschwestern und 38.680 Ärzten
Reduktion des Schlaganfallrisikos um 6 - 7% pro Portion (ca. 120 Gramm) Obst und Gemüse!

Bezüglich der Verteilung der täglichen Nahrung empfehlen Ernährungswissenschaftler zur Zeit die Ernährungspyramide von Dr. Nicolai Worm (LOGI-Pyramide):

Bild Dr. Nicolai Worm beruft sich mit seiner LOGI-Pyramide auf Dr. Ludwig und die Einteilung der Ebenen ist identisch. Im Gegensatz zu Ludwig ist jedoch auch rotes Fleisch enthalten und Hülsenfrüchte nehmen nur einen geringen Raum ein.
Worms Pyramide ist in Deutschland sehr populär und findet bereits viele Nachahmer. Sie unterscheidet sich von den bisherigen Empfehlungen durch eine stärkere Gewichtung von Gemüse und Obst, was aus ernährungsphysiologischer Sicht für die Gesunderhaltung positiv zu sehen ist. 
Umstritten ist allerdings die Aufwertung der Lebensmittel tierischen Ursprungs, insbesondere von Fleisch, die in der zweiten Ebene stehen. Die Unterscheidung der Getreideprodukte auf den Ebenen drei und vier ist ebenfalls positiv zu bewerten. 
So sollen Vollkorngetreideprodukte bevorzugt werden und Weißmehlprodukte und Süßwaren eher selten verzehrt werden. Die Positionierung von Kartoffeln in der Spitze der Pyramide ist dagegen wieder umstritten.

In GEO-Wissen ist hierzu in 2003 ein interessanter Artikel mit dem Titel Gefährliche Mahlzeiten erschienen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Deutsche Krebs Gesellschaft (DKG) sowie die Gesundheitsministerien vieler Länder haben daher die Kampagne "5 Plus" ins Leben gerufen.

Sie ruft dazu auf, täglich mindestens 5 Portionen (ca. 600 Gramm) Obst und Gemüse zu essen. (Frankreich ist bereits bei 10 Portionen am Tag!)

Um seine Wirkung zu erzielen muss das Obst und Gemüse aber

  1. vollreif geerntet
  2. vollständig (nur der ganze Apfel mit Schale hat die volle Wirkung)
  3. ohne Giftstoffe (Herbizide, Pestizide Schwermetalle etc.)
  4. vielfältig sein (nicht nur z.B. 600 Gramm Äpfel) sein.

Siehe hierzu auch den Flyer zur   5-am-Tag-Kampagne  und das Info über "Sekundäre Pflanzenstoffe".

5 Portionen Obst und Gemüse am Tag bei einer 4-köpfigen Familie sind: 4 x 600 Gramm = 2,4 Kg am Tag x 7 = 16,8 Kg in der Woche. 
Und das Vollreif, giftfrei und vielseitig ! ?

Mal ehrlich, essen Sie am Tag 600 Gramm frisches, reif geerntetes Obst und Gemüse?   Schaffen Sie das?  
Es ist im Alltag mit unseren Bezugsmöglichkeiten nicht zu schaffen.

Aus den vorliegenden Gründen empfehle ich meinen Patienten und allen an Ihrer Gesundheit interessierten Menschen, ihre Nahrung mit Vitalstoffen aus Obst und Gemüse im Rahmen einer Nahrungsergänzung zu ergänzen.

Sorgen Sie vor, bevor sie krank werden!

Leider kann unser Körper viele Vitalstoffe nicht speichern, so dass der Körper auf täglich neue Zufuhr von Mikronährstoffen angewiesen ist.

Zur Verminderung des Schlaganfallrisikos         Medikamente als Nährstoffräuber         Bekommen Sie genügend Nährstoffe?

Ministerium erlaubt Agrargifte ohne Grenzwerte

Nach Angaben von Greenpeace sind in 208 der 1.005 in Deutschland zugelassenen Spritzmittel 51 zum Teil hochgiftige Pestizidwirkstoffe enthalten, ohne dass für diese Wirkstoffe Grenzwerte in Lebensmitteln festgelegt sind. Viele dieser Agrargifte seien Krebserregend, nervengiftig oder schädigen die Fortpflanzung. Unter diesen Umständen könnten selbst die größten Giftspritzer unter den Landwirten von keiner Behörde in die Schranken gewiesen werden. Die Gesundheit der Verbraucher könne beim Verzehr massiv gespritzter Ware jedoch erheblich gefährdet werden.

Zum Thema Pestizide in Obst und Gemüse ein Ratgeber von Greenpeace.

Die sekundären Pflanzenstoffe sind auch für den Homocystein-Spiegel wichtig.

Zum Thema Nahrungsergänzung bei Kindern ein Vortrag von Dr. Gerald Tulzer, Österreich.

Zum Thema Kinder und Fettleibigkeit siehe Fettleibige Kinder sterben früher".

Die beste Vorbeugung gegen viele Krankheiten ist und bleibt der tägliche Genuss von ca. 600 - 800 Gramm Obst und Gemüse bester Qualität.

Da viele Menschen dies nicht schaffen stellt sich für mich nicht mehr die Frage ob, sondern nur noch welche Nahrungsergänzung sinnvoll ist. Sie sollte folgende Kriterien erfüllen:

  1. So nah wie möglich an frischen Obst und Gemüse (keine künstlich hergestellte Stoffe),
  2. Vollständigkeit (nicht einzelne Vitaminen und Mikronährstoffe), sondern auch alle sekundäre Pflanzenstoffe, Antioxidantien und Chlorophyll,
  3. Vollreif geerntete Früchte,
  4. hohe, geprüfte Qualität; Gift-, Schadstoff und Konservierungsstofffrei,
  5. durch kontrollierte Studien nachgewiesene Bioverfügbarkeit (die Inhaltsstoffe sollten im Blut nachweisbar sein) und
  6. leichte Handhabbarkeit: Optimal ist getrocknetes Pulver (flüssige Nahrungsergänzungsmittel oxidieren an der Luft nach der Öffnung)